Die Städte heizen sich immer mehr auf
Problem wird durch Klimaerwärmung verschärft. In Hamburg helfen Luftschneisen, jedoch drohen mehr Starkniederschläge.
Sommerhitze am Jungfernstieg, Bild: RainerSturm / pixelio.de
Städte sind Wärmeinseln, sie speichern die sommerliche Hitze. Das schafft in vielen Städten bereits heute Probleme. Diese werden sich durch die Klimaerwärmung noch verschärfen. Was auf Großstädte zukommt und wie sie darauf reagieren können, stand gestern im Mittelpunkt der Jahrestagung vom Climate Service Center (CSC) mit Sitz in Hamburg.
"80 Prozent der Menschen werden zum Ende des Jahrhunderts weltweit in Städten leben. Städte haben hohe Umwelt- und Energieverbräuche. Doch sie schaffen nicht nur Probleme, sondern auch Lösungen", sagte Prof. Guy Brasseur, Direktor des CSC, das als Schnittstelle zwischen Forschung und Gesellschaft fungiert. Gerade in Hamburg stoße das Thema Städte im Klimawandel, so der Titel der Tagung, auf große Resonanz, lobte Brasseur.
Dabei ist Hamburg klimatisch begünstigt. Oft wehen zumindest laue Lüftchen, die Hitzestaus verringern; Elbe und Alster wirken als Puffer und das Stadtgrün als natürliche Klimaanlage. Doch besonders nachts kann es auch hier unangenehm warm sein. "Die großen Beton- und Steinmassen, die in verdichteten Innenstädten stehen, sind effektive Wärmespeicher", sagte Prof. Heinke Schlünzen vom KlimaCampus Hamburg. "Die Steinflächen nehmen tagsüber Wärme auf und geben sie nachts allmählich wieder ab - Städte sind wie solare Kachelöfen." In verdichteten Stadtteilen wie etwa St. Pauli sei es nachts 1,5 bis drei Grad wärmer als im Umland, so Schlünzen.
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