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Einzelheiten T3.2

Einzelheiten T3.2

Beschreibung und Ziele

Die Auenlandschaft der unteren Mittelelbe enthält mit den Stromtalwiesen und Auwäldern in besonderer Vielzahl Lebensräume von europäischer Bedeutung enthält.  Anhand dieser Beispielregion sollen in diesem Teilprojekt Erkenntnisse über die vielschichtigen Wechselbeziehungen zwischen klimatischen Rahmenbedingungen, Abflussgeschehen, Landschaftswasserhaushalt, Landnutzung und Naturschutz modellhaft gewonnen werden.

Hierzu führen die Teilprojektpartner vegetationsökologische, bodenkundliche und agrarwissenschaftliche Untersuchungen durch. Zugleich werden meteorologische, hydraulische und hydrogeologische Computermodelle dazu genutzt, Projektionen für mögliche zukünftige Entwicklungen von kleinräumigen Klimabedingungen, Grundwasserhaushalt und extremen Hoch- und Niedrigwasserständen der Elbe zu erstellen.

Die aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu entwickelnden Anpassungsstrategien an den Klimawandel werden in einen regionalen Entwicklungsprozess eingespeist, der etablierte Netzwerkstrukturen einbindet und das Gespräch mit der Bevölkerung sucht.

Zu erwartende Landnutzungsänderungen, die sich aus den Anpassungsstrategien ergeben, fließen schließlich wieder in die meteorologischen Untersuchungen ein, so dass mögliche Rückkopplungseffekte abgeschätzt werden können.

 

Zusammenarbeit

Das Teilprojekt 3.2 wird im östlichsten Teil der Metropolregion Hamburg durchgeführt und trägt dadurch dazu bei, das KLIMZUG-Netzwerk auch im Grenzbereich des von subkontinentalem Klima beeinflussten Teil des Elbe-Einzugsgebiets zu etablieren und weiter zu entwickeln. Mit der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind zwei Projektpartner beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung dieser landwirtschaftlich geprägten und durch ihre hohe Arten- und Lebensraumvielfalt ausgezeichneten Landschaft nehmen können. So sind beide Partner beispielsweise in zahlreichen regionalen Initiativen und Arbeitskreisen zur nachhaltigen Entwicklung der Region vertreten.

Durch diese vorhandene Integrationsfunktion beteiligter Einrichtungen werden auch die Querschnittsaufgaben im KLIMZUG-NORD-Projekt in vielfältiger Vernetzung mit laufenden Modellvorhaben (z.B. „Lernlandschaft Biosphäre") einzubinden sein.

Eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Teilen des UNESCO-Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe" ist geplant.

 

Umsetzung

Im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen die direkt oder indirekt durch den Wasserhaushalt der Elbe beeinflussten Lebensräume der rezenten und morphologischen Aue im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Darüber hinaus sollen Untersuchungen im Rückdeichungsgebiet Lenzen im brandenburgischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats durchgeführt werden.

Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue ist als niedersächsische „Modellregion für Nachhaltige Entwicklung" von der Landesregierung damit beauftragt worden, beispielhaft eine nachhaltige Regionalentwicklung gemeinsam mit den lokalen Akteuren zu initiieren und umzusetzen. Daher besteht ein großes Interesse daran, die im Rahmen von KLIMZUG-NORD durchzuführenden wissenschaftlichen Untersuchungen dazu zu nutzen, neue klimaangepasste Maßnahmen der Regionalentwicklung zu entwickeln sowie laufende und geplante Maßnahmen auf ihre Klimaverträglichkeit zu prüfen.

    Von KLIMZUG-NORD werden Antworten insbesondere auf die folgenden Fragestellungen erwartet:

  • Welche Einflüsse haben die zu erwartenden niedrigeren Sommerniederschläge und die höheren Stickstoffeinträge auf die Pflanzengesellschaften des Stromtalgrünlands und andere Lebensräume?
  • Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Stoffumsetzungsprozesse im Boden aus? Sind Rückkopplungsprozesse von Gasemissionen und - immissionen auf das regionale Klimageschehen zu erwarten?
  • Welchen Einfluss haben die zu erwartenden zunehmenden extremen Hoch- und Niedrigwasserstände der Elbe auf Vegetation und Boden? Welche Änderungen im Boden- und Grundwasserhaushalt sind durch extreme Wasserstandsschwankungen und Niederschlagsereignisse zu erwarten?
  • Welche sozioökonomisch tragfähigen Perspektiven bestehen für eine zukünftige landwirtschaftliche Nutzung der Auenlebensräume - auch unter Berücksichtigung der vorhandenen Schadstoffbelastung des Deichvorlands? Inwieweit lassen sich zusätzliche innovative Einkommensmöglichkeiten generieren?
  • Sind die derzeit nach Naturschutzrecht zu sichernden Artengemeinschaften und Lebensräume auch in Zukunft noch schutzfähig? In welcher Form müssen Schutzkonzepte, naturschutzfachliche Leitbilder und Regelwerke dynamisiert und an die zu erwartenden Klimafolgen angepasst werden?
  • In welcher Weise sind bestehende Instrumente, Programme und Maßnahmen des Naturschutzes (z.B. Vertragsnaturschutz) an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen und innovativ weiterzuentwickeln?
  • Welche Formen der Kommunikation müssen entwickelt werden, um bestehende disziplinäre Grenzen zwischen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz und Tourismus zu überwinden und ein integratives Vorgehen zur Umsetzung eines klimaangepassten Flussauenmanagements zu gewährleisten?

 

 

 

 

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Praxiswerkstatt Klimafolgenanpassung - Mit Starkregen umgehen

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Technisch-konstruktive Elemente der Abflussverzögerung bei Dachbegrünungen

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11. Kommunale Klimakonferenz

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Anpassung in der Landwirtschaft

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