Beschreibung und Ziele
Das Teilprojekt T2.3 „Anpassungsstrategien in der Stadt- und Umlandentwicklung" verfolgt das Ziel, die Anpassungsfähigkeit der Siedlungsstrukturen in der Metropolregion Hamburg an die veränderten klimatischen Bedingungen zu steigern. Aufgrund des anhaltenden Siedlungsdrucks sowohl in der Freien und Hansestadt Hamburg als auch in ihrem direkt angrenzenden Umland sind dazu stadt-regionale Ansätze erforderlich, um Freiflächen für die Kompensation von Starkregenereignissen und Hitzewellen zu sichern und zu entwickeln. In dem Teilprojekt werden:
- Klima angepasste Siedlungsstrukturmodelle entwickelt und ihre praktische Umsetzbarkeit anhand von vier Modellvorhaben in unterschiedlichen Teilräumen der Metropolregion erprobt,
- ein multifunktionales Flächennutzungskonzept entwickelt sowie
- mit Hilfe eines Leitbildes die Ergebnisse der verschiedenen Teilprojekte des Themenfeldes „Integrierte Stadt- und Raumentwicklung" zusammengeführt, um den regionalen Akteuren als Handlungsorientierung zu dienen.
Zusammenarbeit
In dem Teilprojekt T2.3 arbeiten zwei Fachgebiete der HafenCity Universität Hamburg (Stadtplanung und Regionalentwicklung sowie Freiraum- und Landschaftsplanung) mit mehreren assoziierten Partnern zusammen:
- Internationale Bauausstellung (IBA) Hamburg GmbH
- Landkreis Lüchow-Dannenberg
- Lokale Aktionsgruppe Elbtalaue
- Metropolregion Hamburg
- Stadt Elmshorn und
- Stadt Stade
Innerhalb des KLIMZUG-Verbundes bestehen enge thematische Verknüpfungen:
- mit der Querschnittsaufgabe Ökonomie bei der Bestandsaufnahme der sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen der Entwicklung der Metropolregion
- mit der Querschnittsaufgabe Governance bei der Entwicklung von Instrumenten zur Lösung klimawandelbedingter Flächennutzungskonflikte sowie
- mit den Teilprojekten des Themenfeldes Ästuarmanagement bei der Entwicklung von hochwasserangepassten Siedlungsstrukturen.
Ein enger Austausch besteht darüber hinaus mit den Querschnittsaufgaben Naturschutz sowie Kommunikation und Bildung.
Umsetzung
Die entwickelten innovativen konzeptionellen Ansätze werden für die unterschiedlichen Siedlungstypen in der Metropolregion erprobt und reflektiert:
- die Stadt Schnackenburg im Landkreis Lüchow-Dannenberg repräsentiert den ländlichen Raum
- die im westlichen Umland von Hamburg gelegene Stadt Stade repräsentiert ein Mittelzentrum
- die im Nordwesten von Hamburg gelegene Stadt Elmshorn repräsentiert den direkten Stadt-Umland-Verflechtungsbereich
- der Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg auf der Elbinsel Hamburg repräsentiert ein innerstädtisches Quartier.
HCU-Teilprojekt "Anpassung von Siedlungs- und Freiraumstrukturen an den Klimawandel" unter Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Christiane Sörensen | Dipl.-Ing. Anna Gruss