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Starkregen im Norden nimmt zu, Sturmflutgefahr ab

Auch vor Schleswig-Holstein und Hamburg macht der Klimawandel nicht halt. Eine Zunahme der Niederschlagsmenge macht dies bereits deutlich.

Der Trend zu steigenden Temperaturen hält bundes- und weltweit an. "Kein Land wird von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben", warnte gestern in Berlin der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Paul Becker. So war gerade erst das vergangene Jahr mit durchschnittlich 9,6 Grad Celsius das viertwärmste in Deutschland seit Beginn der Messungen 1881.

Durch die wärmeren Temperaturen verlagern sich unter anderem die globalen Hauptwindzonen langsam in Richtung der Erdpole. Beide Effekte zusammen werden das Wetter auch in Norddeutschland im Lauf dieses Jahrhunderts spürbar verändern. So werden die Winter milder, allerdings auch feuchter - die Zahl der Starkregenfälle und damit die Überschwemmungsgefahr nimmt zu.

Gefahr von Sturmfluten an Nord- und Ostseeküste sinkt

In Schleswig-Holstein und Hamburg ist die jährliche Niederschlagsmenge bereits in den vergangenen 130 Jahren so kräftig gestiegen wie in fast keinem anderen Bundesland - im Trend um gut 16, in der Elbmetropole sogar um 17 Prozent. Nur Bremen ist mit ebenfalls 16 Prozent ähnlich stark betroffen gewesen. Wegen des wachsenden Hochwasserrisikos mahnten die DWD-Meteorologen bessere Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen an. Die Sommer werden künftig heißer und trockener. In Schleswig-Holstein ist der sommerliche Temperaturanstieg allerdings bisher noch am geringsten in allen Bundesländern - er betrug im Trend der zurückliegenden 130 Jahre nur 0,85 Grad Celsius. Am größten war das Plus im Saarland mit 1,5 Grad.

Und für das nördlichste Bundesland gibt es noch eine gute Nachricht: Wegen der Verschiebung der Windzonen sinkt laut DWD sogar die Gefahr von Sturmfluten an Nord- und Ostseeküste. Ob die Verschiebung auch Folgen für den Ertrag von Windrädern im Meer und an der Küste hat, konnten die Experten noch nicht sagen. Gleiches gelte für mögliche Änderungen bei der Sonnenscheindauer und der Produktion von Solarenergie. "Das Thema ist spannend", erklärte Becker. "Aber dazu müssen wir erst noch mehr forschen." (bg)

Quelle: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag

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