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Gletscherbericht: Das Eis schmilzt

Nur noch einer von fünf Gletschern in Bayern könnte übrig bleiben. Das ist die düstere Zukunftsvision im ersten bayerischen Gletscherbericht.

Höllentalferner im Westen des Wettersteingebirges.jpgBild: Dietmar Meinert | pixelio.de

Die Gletscher in den bayerischen Alpen fallen dem fortschreitenden Klimawandel zum Opfer. In 20 bis 30 Jahren wird es wohl nur noch einen einzigen kleinen Gletscher geben: den Höllentalferner an der Nordseite der Zugspitze. Das geht aus dem ersten bayerischen Gletscherbericht hervor. Aktuell werden darin noch fünf Gletscher gezählt - darunter aber drei Mini-Gletscher mit einer Fläche von höchstens 7,5 Hektar. Der bekannteste deutsche Gletscher, der Schneeferner auf der Zugspitze, ist heute - wenn man nördlichen und südlichen Teil zusammenzählt - noch gut 30 Hektar groß.

Wenn sich nichts ändert, wir es in naher Zukunft nur noch einen bayerischen Gletscher geben, denn Höllentalferner, der meist im Schatten liegt. Der nördliche und der südliche Schneeferner, der Watzmann- und der Blaueisgletscher schmelzen, sagen die Autoren des bayerischen Gletscherberichts, den Umweltminister Huber vorgestellt hat.

Umweltminister Huber bedauerte den Rückgang der Gletscher als "Verlust eines Naturwunders". Vor knapp 200 Jahren waren die Gletscher in den bayerischen Alpen noch vier Quadratkilometer groß, davon ist nicht einmal mehr ein Viertel übrig. Der Höllentalferner profitiert von seiner Nordost-Lage: Durch hohe Felswände ist er sehr gut gegen Sonneneinstrahlung geschützt. Neben dem nördlichen und dem südlichen Schneeferner und dem Höllentalferner listet der Bericht noch den Watzmanngletscher und das Blaueis in den Berchtesgadener Alpen auf. Diese liegen aber niedriger als die anderen drei und sind deshalb noch stärker vom Abschmelzen bedroht. Der Minister verwies darauf, dass die Temperatur in den Alpen im Zuge des Klimawandels doppelt so schnell steige wie im globalen Durchschnitt. Bis zum Jahr 2100 sei in den Alpen mit einem Anstieg der Durchschnittstemperatur um drei bis sechs Grad zu rechnen. Huber warnte, aufgrund des Klimawandels müsse man häufiger als früher mit Starkregen, Hochwasser und Murenabgängen rechnen. Zudem sei die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt der Alpen bedroht. Er rief deshalb dazu auf, den Kampf gegen den Klimawandel weiter zu verstärken.

Der Gletscherbericht kann auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit bestellt oder herunter geladen werden.

Weiterlesen auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks

Video: Gletscherbericht: Kaum etwas bleibt übrig

 

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