Folgen Sie uns auf:




2010-03-01-KLIMZUG-NORD-Newsletter-1-2010-Web

KLIMZUG-NORD Filme bei Youtube

Gletscherbericht: Das Eis schmilzt

Nur noch einer von fünf Gletschern in Bayern könnte übrig bleiben. Das ist die düstere Zukunftsvision im ersten bayerischen Gletscherbericht.

Höllentalferner im Westen des Wettersteingebirges.jpgBild: Dietmar Meinert | pixelio.de

Die Gletscher in den bayerischen Alpen fallen dem fortschreitenden Klimawandel zum Opfer. In 20 bis 30 Jahren wird es wohl nur noch einen einzigen kleinen Gletscher geben: den Höllentalferner an der Nordseite der Zugspitze. Das geht aus dem ersten bayerischen Gletscherbericht hervor. Aktuell werden darin noch fünf Gletscher gezählt - darunter aber drei Mini-Gletscher mit einer Fläche von höchstens 7,5 Hektar. Der bekannteste deutsche Gletscher, der Schneeferner auf der Zugspitze, ist heute - wenn man nördlichen und südlichen Teil zusammenzählt - noch gut 30 Hektar groß.

Wenn sich nichts ändert, wir es in naher Zukunft nur noch einen bayerischen Gletscher geben, denn Höllentalferner, der meist im Schatten liegt. Der nördliche und der südliche Schneeferner, der Watzmann- und der Blaueisgletscher schmelzen, sagen die Autoren des bayerischen Gletscherberichts, den Umweltminister Huber vorgestellt hat.

Umweltminister Huber bedauerte den Rückgang der Gletscher als "Verlust eines Naturwunders". Vor knapp 200 Jahren waren die Gletscher in den bayerischen Alpen noch vier Quadratkilometer groß, davon ist nicht einmal mehr ein Viertel übrig. Der Höllentalferner profitiert von seiner Nordost-Lage: Durch hohe Felswände ist er sehr gut gegen Sonneneinstrahlung geschützt. Neben dem nördlichen und dem südlichen Schneeferner und dem Höllentalferner listet der Bericht noch den Watzmanngletscher und das Blaueis in den Berchtesgadener Alpen auf. Diese liegen aber niedriger als die anderen drei und sind deshalb noch stärker vom Abschmelzen bedroht. Der Minister verwies darauf, dass die Temperatur in den Alpen im Zuge des Klimawandels doppelt so schnell steige wie im globalen Durchschnitt. Bis zum Jahr 2100 sei in den Alpen mit einem Anstieg der Durchschnittstemperatur um drei bis sechs Grad zu rechnen. Huber warnte, aufgrund des Klimawandels müsse man häufiger als früher mit Starkregen, Hochwasser und Murenabgängen rechnen. Zudem sei die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt der Alpen bedroht. Er rief deshalb dazu auf, den Kampf gegen den Klimawandel weiter zu verstärken.

Der Gletscherbericht kann auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit bestellt oder herunter geladen werden.

Weiterlesen auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks

Video: Gletscherbericht: Kaum etwas bleibt übrig

 

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

In 2018 rücken etliche Landeskirchen den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Fastenzeit. Die Fastenbroschüre "So viel du brauchst ..." bietet zahlreiche Impulse und Anregungen. Lesens- und nachahmenswert!
mehr ...
Wettbewerb "Blauer Kompass" 2018

Wettbewerb "Blauer Kompass" 2018

Anpassungspioniere gesucht! Das Umweltbundesamt zeichnet bereits zum dritten Mal die besten Projekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Bewerbungschluss: 11. März 2018.
mehr ...
Deutschlandfunk Kultur IM GESPRÄCH mit Daniela Jacob und Jörg Knieling

Deutschlandfunk Kultur IM GESPRÄCH mit Daniela Jacob und Jörg Knieling

Stürme, Hitze, Fluten - Wie können wir uns an den Klimawandel anpassen? Radio-Sendung vom 2.12.2017, zu hören als Podcast.
mehr ...
Termine

Stadt forscht Zukunft!

14. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit, Veranstaltung mit den Partnern der Innovationsplattform Zukunftsstadt, 5. und 6. Juni 2018, Kongresshalle am Zoo, Leipzig.

Grüne Dächer und vertikales Grün – Potenziale, Strategien, Instrumente

Veranstalter Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), 18. und 19. Juni 2018, Berlin.

Gebäudebegrünung – ökonomische und ökologische Dimensionen!

Infos und Dachbegehungen, Behörde für Umwelt und Energie Hamburg, Hamburg, 22. August 2018, 9.30 bis 12.30 Uhr.

Wetter.Wasser.Waterkant.2018

Hamburgs kostenfreie Bildungswoche zu Klima, Ökologie und Nachhaltigkeit, 17. bis 21. September 2018, Hafencity Hamburg.

Agenda-Konferenz Sozial-ökologische Forschung

Veranstalter: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kassel, 19. und 20. September 2018.