Zurück zu naturnahen Elbufern in Hamburg
Die „Stiftung Lebensraum Elbe" soll neue Flachwasserbereiche schaffen, Wattflächen erhalten und entwickeln, alte Elbarme und Nebengewässer wieder tideoffen an die Elbe anbinden und ihre Durchströmung verbessern sowie Vorlandflächen und Ufer wieder naturnäher gestalten. Weiter sollen die Entwicklung einer natürlichen Dynamik von Ebbe und Flut gefördert und durch verringerte Bewirtschaftung oder durch Nutzungsaufgabe im Vorland die Lebensräume für eine vielfältige und Elbe-typische Tier- und Pflanzenwelt erhalten und verbessert werden.
Die Elbe gehört zu den bedeutendsten Flusssystemen Europas. Sie ist aber in den letzten 100 Jahren von Hamburg bis zur Mündung in die Nordsee stark verändert worden. Eindeichungen haben den einst weiträumigen Fluss mit Nebenarmen, Flachwasserzonen und breitem Vorland auf einen stark durchflossenen Hauptstrom reduziert. Im Interesse der Schifffahrt wurde eine tiefe Fahrrinne geschaffen. Die Randbereiche der Elbe wurden industrialisiert und die Landwirtschaft intensiviert.
Die „Stiftung Lebensraum Elbe“ soll helfen, diesen Trend umzukehren. Auch heute noch ist der Unterelberaum ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Elbe und die angrenzenden Uferbereiche sind von Hamburg bis zur Nordsee Bestandteil des europäischen Naturerbes und als Natura 2000-Gebiete nach EU-Richtlinie ausgewiesen. Der Naturraum Unterelbe weist deshalb für die Zukunft ein hohes ökologisches Potenzial aus, das es zu erhalten, zu entwickeln und wiederherzustellen gilt. Dabei werden die Vielfalt der Natur und die Schönheit der Landschaft auch der Erholung zu Gute kommen.
Das Hamburger Abendblatt beschreibt in einem Artikel vom 16. August 2012 die weiteren Arbeiten der Stiftung in diesem Jahr, etwa im Heuckenlock.