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KLIMZUG-NORD Projekt des Monats Januar 2014

Der Klima-Talk: Schüler/innen beteiligen sich über das Onlinerollenspiel Klima-Talk an der Diskussion um zukünftige Klimaanpassung (Q 4.2)

Um auch junge Menschen für eine Diskussion des Themas Klimaanpassung zu gewinnen, hat die TuTech-Abteilung Social Media & Open Innovation im Rahmen von KLIMZUG-NORD das Onlinerollen- und Diskussionsspiel „Klima-Talk" entwickelt.

Der Klima-Talk wurde vom 18. November bis 3. Dezember 2013 unter www.klima-talk.de durchgeführt.

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Das Spiel thematisierte die Problematik der zukünftigen Wasserversorgung in der Heideregion insbesondere unter dem Einfluss des Klimawandels. Daher wurden im Vorwege insbesondere die Schulen aus der entsprechenden Region, aber auch Hamburger Schulen zur Teilnahme am Klima-Talk eingeladen. Das Spiel erforderte nicht viel Aufwand, da die Schüler/innen lediglich auf die Plattform aufmerksam gemacht werden mussten. Es ließ sich jedoch auch in den Unterricht integrieren und für die aktuell behandelten Wasserthemen nutzen.

Das Rollenspiel - wie ging das?

Beim Klima-Talk ging es darum, die zunehmende Konkurrenz um Wasser aus der Sicht verschiedener Perspektiven zu diskutieren. Dabei konnten bis zu 6 verschiedene Rollen und somit auch unterschiedliche Standpunkte eingenommen werden: Landwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung, Wirtschaft (Wasser, Forst, Tourismus), Wissenschaft und Anwohnerschaft.

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Am Beispiel der Heideregion, in der sich ein Wassermangel schon heute bemerkbar macht, sollten die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Rollen und die Problematik der zukünftigen Wasserversorgung gemeinsam diskutiert werden. Zur aktiven Teilnahme mussten sich die Schüler/innen zunächst kurz mit einem Spielname anmelden. Danach konnten sie sich für alle 6 Rollen ein eigenes Profil ausdenken und dann aus dem jeweiligen Rollencharakter heraus an der Diskussion beteiligen.

Im Spiel bot allen Mitspieler/innen die Möglichkeit, sogenannte Argumentationskarten mit individuellen Thesen zu eröffnen und gemeinschaftlich Pro- und Contra-Argumente der einzelnen Rollen zu der jeweiligen Eingangsthese auszuarbeiten. Es ging dabei also neben der Klimathematik auch um die Problematik, mit unterschiedlichen Interessen und Positionen umzugehen. Eine Herausforderung, die im Kampf um abnehmende Ressourcen immer häufiger zu meistern sein wird.

Ziel war es, die anderen KlimaTalker/innen durch die eigene Argumentationsfähigkeit / Kreativität zu überzeugen und dabei möglichst viele Punkte (für aktives Mitmachen) und Likes (für gute Argumente) zu sammeln als auch eine gute Bewertung für die gesamten Argumentationskarten zu erhalten.

Wie wurde es angenommen?

Obwohl es keine direkte Zusammenarbeit mit bestimmten Lehrerinnen oder Lehrern gab, beteiligten sich 102 Schülerinnen und Schüler am Klima-Talk.
Dabei war die Mehrheit von 53 Prozent zwischen 11- 15 Jahren und 39 Prozent zwischen 16 - 18 Jahren alt. Am Spiel beteiligten sich etwas mehr Jungen (57%) als Mädchen (43%). Etwas mehr als die Hälfte kamen aus Niedersachsen, 43 Prozent aus Hamburg. Interessant ist auch, dass sehr viel unterschiedliche Schulformen vertreten waren: Gymnasien (60%), Realschulen (31%), Stadtteilschulen (5%), Sonder-/Förderschulen (3%) sowie Gesamtschulen (1%).

Unabhängig von Alter, Geschlecht, Region oder Schulform warfen sich die Jugendlichen mit beeindruckendem Elan in die Diskussion. So verfassten sie in den knapp 2 Wochen Spieldauer 228 Argumentationskarten mit individuellen Eingangsthesen und 1752 Einzelargumente innerhalb der Karten. Zwar gingen verschiedene Klassen zunächst während des Unterrichts auf die Plattform, die Schülerinnen und Schüler diskutierten anschließend sowohl vor und nach der Schule als auch am Wochenende engagiert weiter. Und das über die verschiedenen Klassenverbände hinweg.

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Vermutlich dem aktuellen Schulunterricht entsprechend erörterten die Mitspieler/innen zunächst hauptsächlich, inwiefern zukünftig mehr Wasser in ihrem ganz persönlichen Lebensumfeld eingespart werden kann. Im Zuge des Spielverlaufs nahmen sie sich jedoch mehr und mehr auch den Themen des Klimzug-Nord Projektes an. Diese waren auf der Spieleplattform als Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt worden. So befassten sich plötzlich Argumentationskarten mit dem Erhalt der Moore, den Vorteilen von Mischwäldern, Artenschutz, Hormon- und Schadstoffbelastungen in Flüssen, Hochwasserschutz, der Wiederaufbereitung von Schmutzwasser, dem Einfluss von Landwirtschaft und Industrie sowie der drohenden Absenkung des Grundwasserspiegels in der Heide.

Bemerkenswert ist indes auch die Ernsthaftigkeit, mit der das Spiel durch die Mitspieler/innen selbst am Leben erhalten wurde. So reagierten die Schüler/innen auf nicht ernst gemeinte oder sogar störende Einträge einiger Schüler/innen mit großem Unverständnis - z.B. „So geht das nicht. Du musst uns was zum Argumentieren geben", „ich möchte gerne, dass du diesen klima-talk verlässt, wir nehmen das hier sehr ernst. Du verdirbst uns den ganzen Spaß an der Sache" - und versuchten bis zum Ende des Spiels, gewissenhaft ihre Thesen zu erörtern.

Einige der Teilnehmenden brachten ihren Spaß an dem Spiel anschließend auch per Email zum Ausdruck:

„Das Projekt hat viel Spaß gemacht. Es wäre cool, wenn es so etwas öfter geben würde."

„Das Spiel hat mir sehr viel Spaß gemacht!"

„Es hat mir viel Spaß gemacht mitzudiskutieren."

„Es würde mir viel Spaß machen, noch einmal an so etwas teilzunehmen."

Die Auswertung des Klima-Talks wird im Frühjahr 2014 als Download zur Verfügung stehen.

Kontakt:

Dipl.-Soz. Birgit Hohberg
hohberg@tutech.de

TuTech Innovation GmbH
Social Media & Open Innovation
Harburger Schloßstrasse 6-12
21079 Hamburg

 

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