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HAN-Online: Asiatische Muscheln im Neuländer Elbschlik

Asiatische Muscheln im Neuländer Elbschlick

Dienstag, 14. September 2010

"In Portugal gibt es Flüsse, die komplett in der Hand dieser Muscheln sind", weiß Olaf Zeiske. Sein aktuelles Untersuchungsobjekt ist die Asiatische Körbchenmuschel, aber er findet dieses kleine Tierchen weder im Tajo noch im Ebro, sondern in der Elbe bei Neuland: eine Folge des Klimawandels.

Harburg. 1998 wurde das ursprünglich aus Südostasien stammenden Tier erstmals in der Elbe nachgewiesen. Zuvor gab es bereits Funde in der Weser und dem Rhein. Olaf Zeiske untersucht dies derzeit unterstützt von dem Projekt Klimzug-Nord und der Technischen Universität Harburg (TU). Im Rahmen von Klimzug-Nord werden aktuell "Strategische Anpassungsansätze zum Klimawandel in der Metropolregion Hamburg" erforscht - so der Untertitel des interdisziplinären Forschungsprojekts, dessen unterschiedliche Fäden bei der TuTech im Harburger Binnenhafen zusammenlaufen.

Die Entdeckung von Tieren, die dem Klimawandel gefolgt sind, ist immer eine echte Pionierarbeit: Die Forscher - in diesem Fall Biologielehrer Zeiske und zahlreiche Oberstufenschüler der Stadtteilschule Harburg - betreten wissenschaftliches Neuland. Unter anderem die Frage nach den natürlichen Feinden kann Zeiske noch nicht eindeutig beantworten: "Wir haben bisher keine gefunden. Hier gibt es ja keine Scharen von Strandläufern, die zum Beispiel die kleinen Muscheln auffressen." Auch Harburgs Möwen haben die asiatischen Muscheln noch nicht in den Speiseplan aufgenommen - oder dieses ist unbekannt.

Es wird vermutet, dass die Tiere schon seit Jahrhunderten unter anderem mit Schiffen nach Europa und damit auch in die Elbe transportiert werden. Die klimatischen Bedingungen, um sich hier heimisch zu fühlen - und sich entsprechend munter zu vermehren - finden sie aber erst seit wenigen Jahrzehnten auch in Rhein, Weser und Elbe vor. Dabei ist eine Wanderung nach Norden zu beobachten, so Zeiske, der Gefahren für das heimischen Öko-System: "Denn die Körbchenmuschel verdrängt die anderen Muschelarten, die in einem Fluss leben." Sie frisst ihren Nachbarn das sogenannte Phytoplankton weg: "Es entsteht quasi eine Monokultur. Irgendwann gibt es in einem Fluss nur noch die Körbchenmuschel."

Noch hat sich die Folge des Klimawandels im Untergrund der Elbe - das Untersuchungsgebiet liegt kurz hinter der Autobahnbrücke der A1 - zwar noch nicht so weit verbreitet wie im Rhein und in der Weser. Da im Elbschlick derzeit vor allem sehr junge Muscheln, die nur wenige Monate alt sind, gefunden werden, vermutet Zeiske, dass der harte Winter die Population ausgedünnt hat. Aber: "Wenn sich die Elbe noch weiter erwärmt, dann ist zu befürchten, dass sich diese Muschel auch hier immer weiter ausbreitet" - und das mit noch nicht abzusehenden Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Elbe.

 

 

 

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